Zum wiederholten Male rief der renommierte Verein GESICHT ZEIGEN e.V. (http://www.gesicht-zeigen.de) in Berlin zu den Anti-Rassismus-Wochen. Selbstverständlich durfte bei diesem so wichtigen Ereignis die einzig wahre nationale Kraft nicht durch Abwesenheit glänzen und veranstaltete einen Klassenausflug der besonderen Art, der uns erneut der Weltherrschaft näher denn je brachte und diesmal trennten uns nur noch ein paar Meter von der Macht.
Ein Hoch auf unseren Kunstlehrer, Kunstlehrer, Kunstlehrer! Ein Hoch auf Alf Thum!
Schon am Tage zuvor zeichnete sich die Erhabenheit dieses unglaublichen und weltbewegenden Ereignisses ab, denn Gauleiter bzw. höherrangige Offiziere nahezu aller Gaue des Reiches waren entsandt worden und eilten in die Reichshauptstadt voraus, um an der Vorbereitungssitzung teilzunehmen und dem einzig-einen Führer sowie seinem heldenhaften Generalstab zu huldigen und den ebenfalls anwesenden Journalisten und Kamerateams Rede und Antwort zu stehen.
Nach teils 13stündigen Anreise traf tags darauf auch der Rest der tapferen Sturmtruppen per Reichsbahn ein und nach tränenrühriger Begrüßung sammelte man sich auf der Freifläche vor dem Bahnhof in Richtung Reichstag. Aber nicht nur wir, auch eine kleine Delegation von Team Green und Team Blue sowie zahlreiche Vertreter der Systempresse wollten dem Marsch beiwohnen nebst den üblichen Passanten, Schaulustigen und Sympathisanten. Nach tränenrührenden Begrüßungen wurde aufgeflaggt, Banner entrollt, Armbinden angelegt, Krawatten gebunden, Springerstiefel poliert und so hübsch aufgetan mussten wir uns auch nicht schämen, als der Gauleiter des Gau Pommern unter tosendem Applaus und orgiastischen Jubelszenen unseren allseits geliebten Führer ankündigte. Dennoch konnten wir nicht umhin, seiner Ansprache andächtig auf Knien zu lauschen, wenngleich auf Grund diverser Auflage diese sowie folgende ohne Megaphone stattfinden mussten.
Sodann konnte der Marsch starten, der bereits jetzt, zwei Tage danach, in die Archive der Geschichte seinen Weg gefunden hat.
(Wundervolle Lichtbildaufnahmen hierzu sind den untenstehenden Verknüpfungen zu entnehmen.)
Erste Station war das Bundeskanzleramt bzw. zukünftige Führerbunker. Hier wurde abgeklärt, in welchem Raum das neue Billardzimmer eingerichtet wird sowie architektonische Veränderungen, wie eine Tieferlegung des gesamten Gebäudes beschlossen, da es für einen anständigen Bunker noch zu frei liege.
Nachdem diese Details geklärt waren, ging es sodann weiter zum baldigen Zentrum der Macht: dem Heidelberger Schloss und baldigen Regierungssitz des Führungskaders. Auch hier nahmen wir Aufstellung und informierten das interessierte Volk über unsere Ziele und unseren Machtanspruch. Die Resonanz war überwältigend und zumeist überaus positiv. Die Systempresse kam durch zahlreiche Inszenierungen ordentlich auf ihre Kosten und so dürfte auch der ein oder andere Politiker zweimal geguckt haben, als wir unter den belustigten Augen der Sicherheitskräfte unseren Marsch zum Brandenburger Tor fortsetzten.
Aber wir sind nicht einfach hindurch marschiert, schließlich sind wir keine Touristen oder NPDler. Nein, standesgemäß trugen wir unseren Führer auf einer Sänfte, umringt von einer Entourage an tapferen Äpfel hin zum Pariser Platz, das Volk jubelte. Aber auch unseren Freunde von der NPD wurde würdig mit einem lauten Mitleids-Ooohh bedacht, da sie doch so gerne auch in den Genuss kommen würden, eine solche Aktion mal ungestraft zu unternehmen. Spätestens jetzt dürfte klar sein, wer hier die einzig wahre nationale Kraft würdig verkörpert!
In seiner finalen Ansprache lobte der Einzig-Eine unser aller Engagement und verkündete: „Ihr seid die beste Apfelfront, die ich je hatte.“
Wir fühlten uns geehrt und konnten unser Glück kaum fassen, als anschließend zudem noch heilige Reliquien in Form von Haar vom Haupte (und man munkelt auch anderen Körperregionen) des geliebten Führers in praktischen Beutelchen verpackt an alle Mitglieder der FDÄ verteilt wurden. Dank der modernen Genforschung ist uns nun eine schöne neue Welt mit dem richtigen Führer für immer gewiss. Dafür lasst uns dankbar sein!
Während der dann folgenden Aushändigung formschöner Mitgliedsausweise wurde unser geliebter Gauleiter des Gau München untertänigst kniend und gesenkten Hauptes durch des Führers Hand endgültig gesegnet.
So lasset uns stolz verkünden, dass dieser Tag – der Tag, an dem die Front Deutscher Äpfel den Marsch auf Berlin wagte – in die Geschichte eingehen wird!
Heil Boskop!
Hier noch paar Verknüpfungen zur Systempresse:
Spiegel Online
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,541634,00.html
Welt Kompakt
http://archiv.welt-kompakt.de/pdfaktuell/index.php
Welt Online
http://www.welt.de/berlin/article1814480/Mit_Heil_Boskop-Rufen_gegen_Rechtsextreme.html
Berliner Morgenpost
http://www.morgenpost.de/content/2008/03/17/berlin/952532.html