4. August 2007 – Antifa-Demo in München

August 5, 2007 von apfelfront

Bericht zur Antifa-Demo „Den antifaschistischen Selbstschutz organisieren“
4. August 2007, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr

Die Antifanten München riefen zur Demo gegen Rechts auf und da durften die heldenhaften Äpfel des Boskopistischen Traditionsgau Süd-Ost-Bayern selbstverständlich nicht fehlen. Zwar durch die ausgerufenen Sommerpause empfindlich dezimiert, aber dennoch wirkungsvoll, wenn auch diesmal in zivil.

Gleich vorweg ist zum Polizeiaufgebot zu sagen: Die Farbe des Tages war blau. Nicht unbedingt nur bei den uniformierten Damen und Herren, sondern hauptsächlich bei der äußerst reichlich anwesenden Zivilpolizei, die wir teilweise auf Grund ihres offensiven Filmen und Fotografieren zuerst teils eher in die rechte Ecke angeordnet hatten. Es gab einfallsreiches blau-kariert, blau-gestreift, blau-uni, blau-grün, hellblau, lilablassblau usw. usw. Man kann sagen, sie haben sich wirklich nur halbherzig um Unauffälligkeit bemüht. Jemand hätte ihnen vllt. sagen sollen, dass der Schwarze Block nicht nur so heißt.

Um 14.00 Uhr versammelten wir uns mit den politischen Desorientierten vor der Post-Filiale in der Silberhornstraße, wo wir auch gleich von unserer Antifa begrüßt wurden, mit reichlich Flyern eingedeckt und von allen Seiten fotografiert und gefilmt wurden. Kein Frage, dass wir uns selbstverständlich jedesmal liebreizend in Pose schmissen, wenn auch Diskussionen aufkamen, ob wir nicht für die nächste Demo selbstgebastelte Zensurbalken mitnehmen sollten.

Nach Beendigung der Fotosession und mit einer halbstündigen Verspätung begann die Auftaktkundgebung, bei der u.a. ein Sprecher der Antifanten München auf die rechtsextrem-motivierten Vorfälle der letzten Zeit im Ortsteil Giesing hinwies und zum Widerstand gegen den immer mehr aufkeimenden braunen Pöbel aufrief.

Sodann wurden weitere Transparente ausgepackt, der Lautiwagen in Position gebracht, die Technik angekurbelt. Jedoch stellt sich bald heraus, dass die musikalische Unterhaltungsanlage in Form von Boxen, die auf einer Holzpalette auf das Autodach gegurtet waren, nur dann voll Pulle laufen konnte, wenn dafür der Wagen geschoben wird. Glorreich darf ich verkünden, dass unser Herrmann Smith, seines Zeichens Subkulturminister des Gaus, zum Weitergang der Demo beigetragen hat und ohne zu zögern zum Autosschieber avancierte. Während des ca. einstündigen Marsches durch Giesing verkündet der Antifanten-Sprecher immer wieder aufs Neue den Anwohnern den Grund dieses Aufzugs, gefolgt von Applaus, Parolen, Winken und ca. 15 Polizeiautos mit soviel Diskothekenlichtern, dass sie jedem Epileptiker den Schweiß auf die Stirn getrieben hätten. Kurzum ein gar ergötzlicher Anblick.

Selbstverständlich gab´s auch einige weniger ergreifende Augenblicke, als z.B. aus einem Haus Eier flogen, oder vereinzelte Passanten durch eindeutigen Gestiken ihre Gesinnung preisgaben. Auch wurde aus mehreren Häusern heraus von Fenstern und Balkonen gefilmt, teils mit größeren Kameras, die Amateure wohl nicht so häufig auf Lager haben.

Auch einen weiteren unangenehmen Vorfall will ich nicht verhehlen: Zwei Demonstranten mussten noch unterwegs vom Aufzuges ausgeschlossen werden, später auch unter Hilfe von Team Green. Ich muss dazu sagen, dass die beiden Herrschaften sich bereits zu Anfang der Demo eher wie Ballermann-Urlauber benommen hatten, denn als Leute, denen ernsthaft was an der Demo liegen würde. Viele Demoteilnehmer kamen aufgepackt mit Transparenten, Flyern und Technik, sie hatten stattdessen einen Kasten Bier, eine locker um die Hüfte geschlungene Deutschlandfahne sowie einen Ghettoblaster dabei, den sie auch während der Auftaktrede laufen ließen. Als sie dann ein Blatt mit der Aufschrift „Nazi du Hurensohn“ (Satzzeichen Fehlanzeige) an eine Schaufensterscheibe pappten, wies sie unser Gaumaler und Kringelleiter Pavel Picassi dezent darauf hin, dass sie gerade von allen Seiten von der ZiPo gefilmt werden, was ihnen wohl auf Grund des leicht erhöhten Alkoholspiegels nicht so relevant erschien.

Während des Aufmarsches wurden sie u.a. vom Demoleiter mehrmals aufgefordert, nicht mit ihren Bierflaschen zu werfen, sowie die Deutschlandfahne abzunehmen. Das Ergebnis war ziemliches Rumgeplärre mit anschließendem Rausschmiss.

Kurz vor Schluss floss auch noch Blut: Unser designierter Agent Provocateur Bernhard Kopanchek, Mitglied des Kringels München kam dem Lautiwagen seitliche etwas zu nahe oder der Lautiwagen ihm. Es folgte ein saftiges „Zapp-Blob-Upps“ und die Sandalette Bernhards war Geschichte. Einziges verbliebenes Relik war ein Riemen an dessen linken Fuß. Logische Konsequenz: Er marschierte ab da „Barfuß gegen Rechts2 und den verdienstvollen Sandalen kam später ein Heldenbegräbnis und Gedenken an deren Märtyrertod zu.

Zu weiteren Problemen bzw. Ausschreitungen kam es erfreulicher Weise nicht. Im Großen und Ganzen lief eigentlich alles sehr schön und angenehm ab, und der Demozug hatte zum Ende hin an beachtlicher Länge gewonnen.

Wir konnten für die Zukunft und weitere Aktionen, welche im Hinblick auf die bevorstehende Landstagswahl vermehrt in München stattfinden müssen, einiges an Infos sammeln und werden ferner unseren Kontakt zu den Münchner Antifanten pflegen und intensivieren.

Die Verheißung ist angebrochen!

Noch ein Hinweis:

Am 17. August 2007 will einer unserer Lieblingsnazis, Norman „The Bordinline-Syndrom“ Bordin, uns in München ab 20.00 Uhr mit einer Rudolf-Hess-Mahnwache unterhalten.

Doch München mach dir keine Sorgen! Nach unserem triumphalen Erfolg in Dorfen, wird die Apfelfront nun auch München zur Bordin-befreiten Zone machen!

18. Juli 2007 „Demo gegen Rechts“ in Altötting

August 5, 2007 von apfelfront

Am Mittwoch Nachmittag des 18. Juli 2007 veranstaltete das Bündnis gegen Rechts in Altötting eine Demo. Mit dabei war der ruhmreiche Boskopistische Traditionsgau Süd-Ost-Bayern… sowie 3 Exemplare braunen Fallobstes.

Alles begann mit einer Idee und dem Wunsch die Bevölkerung auf die Umtriebe der örtlichen NPD aufmerksam zu machen. Es folgten unzählige schweißtreibender Stunden, in denen Reden geschrieben, Transparente vorbereitet, Leute angeschrieben, alles organisiert und durchgeknallte Vorbereitungstreffen mit Pudding abgehalten wurden.

Trotz diverser Widrigkeiten, die uns von unerwarteter Seiten entgegenstanden und dem Budget von aufgerundet 13,66 € ist es uns gelungen, eine kleine witzige Demo auf die Beine zu stellen.

Am 18. Juli war es dann endlich soweit: Eine Truppe glorreicher Apfelfrontler versammelte bei tropischen Temperaturen am Altöttinger Bahnhof, um sich zur Ergreifung der Weltherrschaft aufzumachen, wo auch gleich mal ein paar Flieger verteilt wurden.

Nach Begrüßung von Team Green, dass in erstaunlicher Truppenstärke aufgezogen war, sowie die anwesende Presse und Herrn Steinbrecher von der Stadt, der sadistischer Weise ein sicherlich ziemlich erfrischend kühles Eis vor unserer Nase verzehrte, formierten wir uns zum Aufmarsch.

Uns war jedoch die rechte (!) Straßenseite zugeordnet worden. Ein Umstand, den wir so nicht dulden konnten. Doch unsere Gauleiterin in ihrer unermesslichen Weisheit wusste dieser schändliche Situation beizukommen und rief die Formation Rückwärtslaufen aus, was zu einer gewissen Erheiterung führte und auch der Lokalpresse eine Bemerkung wert war. Hart wie Leder, zäh wie Kruppstahl, ausgerüstet mit Transparenten und Bannern marschierten wir unter Blut-Schweiß-und-Tränen und eskortiert von zahlreichen Team Greenler mit Blaulicht gen Tillyplatz.

Dabei wurden wir auch reichlich fotografiert und gefilmt, so dass dieser Aufzug des bestangezogensten schwarzen Blockes unter Rufen diverser Apfelsaft-Parolen auch der Nachwelt erhalten bleiben wird. Angesichts der später auf dem gesamten Gelände um den Tillyplatz herum gefundenen JN- und Anti-Antifa-Aufklebern, können Rückschlüsse darauf gezogen werden, für welche Nachwelt (oder sollte ich lieber sagen Unterwelt?). Na egal, dann lernen die Weichbirnen vllt auch mal was.

Am Kundgebungsort angekommen posierten wir in gewohnt liebreizender Manier der Lokalpresse für ein paar Lichtbildaufnahmen, verteilten noch mehr Flieger und Infoblätter und sodann bestieg Frau Reichsmarschall Renate das Rednerpult und hielt eine flammende Eröffnungsrede. Nach ihm folgte die einzig wahre Gauleiterin, welche im Anschluss die bundesweit erste Live-Blätterung des Delinquenten Pavel Picassi ausrief. Dieser hatte sich wiederholt des Hochverrats, der Aufwiegelei und des Zuspätkommens (auch an diesem Tag) schuldig gemacht.

Sodann folgten noch Redner der Landesschülervertretung, der Jungen Union Töging, sowie der Grünen Jugend Wasserburg. Letzterer lud uns gleich noch zu einen Termin nach Wasserburg ein, welchen wir auch fruchtigst gern wahrnehmen möchten.

Zum Abschluss wurden auch kritische Stimme laut, welche jedoch konstruktiver Natur waren und somit selbstverständlich gerne von uns angenommen und in der anschließenden Nachbesprechung auch behandelt wurden.

Nicht unerwähnt sollte auch bleiben, dass auch das Fallobst der Demo nicht fernblieb sondern sogar ganz drei Stück sich die Mühe gemacht hatten. Der Übersichtlichkeit halber – und weil sie sich uns nicht vorstellen wollten – haben wir ihnen Namen gegeben. Da hätten wir den böse guckenden „Fahrrad“-Nazi, den ach so cool aussehenden „SS-Runen-Tattoo“-Nazi und den „Der-Unterstaller“-Nazi. Letzterer (übrigens ein Bild von einem Mann, der sich offenbar für unseren Auftritt aufhübschen und sich beim Rasieren geschnitten hatte) verweigerte die Annahme des ihm feilgebotenen Infoblatts. Tja schade, es stand sein Name drin, hätte ihn vllt interessiert. ;-)

Dafür unterhielt uns dieser mit diversen Verleumdungen und Sätzen wie „Ihr seid keine Gefahr für uns“ – als hätten wir einen Angriffskrieg ausführen wollen, anstatt ihm nur einen Flieger zu übergeben – und extrem geschönten Kreisverband-Mitgliedszahlen. Im großen und ganzen machte er sich während seines bereits gewohnten Zwergerlaufstandes etwas lächerlich, dennoch sprang ihm keiner seiner anwesenden Kameraden in irgendeiner Weise zur Seite, geschweige denn, dass sie ihn auf die doch recht auffällige Blutspur am Kinn hingewiesen hätten. Solidarität, Kameraden von der NPD, weiter so! *lol*

Markus „The Fridgenius“ Fridgen, seines Zeichens 1. Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Altötting-Mühldorf hat sich allerdings nicht blicken lassen.

An dieser Stelle möchten wir noch mal bei allen Leuten fruchtig für ihre Unterstützung danken und auch für die drei neuen Einträge in unser Polizie-Album.

Saft durch Freude!

Heil Boskop!

 

P.S.

Ich weiß zwar nicht wie, aber offenbar habe ich versehentlich jemandem einen Kugelschreiber mit der Aufschrift „Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft“ gemopst. Sry, war echt keine Absicht. ^^

8./9. Juni 2007 – Braune Nuss III

Juni 10, 2007 von apfelfront

Pressemitteilung 9. Juni 2007

Wir, der „Boskopistische Traditionsgau Süd-Ost-Bayern“, lokaler Ableger der „Front Deutscher Äpfel“ (F.D.Ä.), betrachten es als unsere heilige Pflicht, die fehlgeleitete Propaganda von politisch desorientieren Splittergruppen wie der NPD richtig zu stellen.

Aus diesem Grund haben wir und die uns untergeordnete MBGÄ (Militanter Block Granatäpfel) in der Nacht von Freitag auf Samstag eine glorreiche Gemeinschafts-Aktion durchgeführt, in dessen Verlauf der hölzerne 2 x 3 m-Beweis nationalsozialistischen Schmarrns erneut übertüncht wurde (Heil den Herstellern wasserfester Fassadenfarbe mit extremer Deckkraft).

Fallobstler des NPD-Kreisverbandes Altötting-Mühldorf seht es endlich ein: WIR SIND DIE EINZIG WAHRE NATIONALE KRAFT!

Und wenn ihr glaubt, ihr würdet ungestraft für die versuchte Schändung von Mitterskirchen, Dorfen, Waldkraiburg, Töging und Marktl davonkommen, dann teilen wir euch am besten gleich noch mit, dass wir unsere Strukturen gerade in den betroffenen Landkreisen verdichtet haben und für die nächste Zukunft eine Offensive biblischen Ausmaßes planen.

Wir erklären dem braunen Fallobst den totalen Krieg und rufen all jene, welche noch in Saft und Kraft stehen auf, sich tatkräftig zu beteiligen:

Kompostiert jegliche faulige Propaganda wo ihr sie seht.

Klaut Reichskriegsfahnen und schickt sie uns (für jede übergebene Reichskriegsfahne gibt’s übrigens zur Belohnung einen fruchtigen Geschenkkorb, einen FDÄ-Button sowie einen zünftigen Schmatzer von der Gauleiterin).

Sucht Nazi-Infostände auf und stimmt das Bonker-Lied an (siehe unseren Weltnetzauftritt bzw. jede Videoplattform).

Deutschland muss von Grund auf entkernt werden!

Saft durch Freude!
Dafür lasst uns beten!

Heil Boskop!


Aktion „Apfelbaum anschreien“ – 18. Mai 2007

Mai 19, 2007 von apfelfront

Aktion „Apfelbaum anschreien“

Es geschah an einem lauschigen Freitagabend: Eine Gruppe junger Leute in dunkler Kleidung und trotz anbrechender Dunkelheit mit gar schicken Sonnenbrillen angetan marschiert im geradezu beängstigend perfektem Stechschritt gen Sonnenuntergang auf ihren Weg zum Tatort, einem Garten – mit einem Apfelbaum. Mit im Gepäck haben Sie eine Ausnahmegenehmigung zur Fällung, ausgestellt vom Boskopistischen Traditionsgau Süd-Ost-Bayern, unterschrieben von der Gauleiterin höchstpersönlich, sowie einen frisch polierten Original-Boskop-Apfel.

Am Ziel angekommen versammeln sie sich um ihr Opfer, umringen und begutachten es. Ein ehedem prachtvoller Apfelbaum. Aber er muss weg. Begründung eines Mitglieds: „Die Äpfel schmecken nicht mehr. Nicht mal die Pferde mögen die noch.“ Man munkelt außerdem, es gäbe zu viele braune Stellen und vermutet eine Unterwanderung durch Fallobst.

Wie dem auch sei, der Entschluss steht fest, es gibt kein Zurück mehr. Mit Andacht zelebriert die Gruppe den Abschied. Der Reichsmarschall verliest tränenreich ein Gebet und ruft anschließend zu einer Schweigeminute auf. Danach führt der bestangezogenste schwarze Block die jüngst geübte Formation „Gruppenkuscheln“ aus, schmeißt sich an den Baum, hängt sich an die Äste, kuschelt und liebkost ihn. Einige, die weder Tod noch Ameise fürchten lassen sich sogar zu Zungenküssen hinreissen.

Es vergehen Minuten, die einem wie Stunden oder Sekunden vorkommen. Erst dann kann sich die Gruppe von der Rinde lösen und der Bildungsminister nagelt die Ausnahmegenehmigung unter andächtigem Schweigen an den Baum. Man hört vereinzeltes Schniefen – es ist getan.

Doch auf dem Rückweg kommt wieder Stimmung auf. Es werden Parolen gebrüllt, Passanten zum Gruppenkuscheln aufgefordert und neue Formationen einstudiert. Es gibt Leute, die meinen: Die spinnen!. Doch dazu sagt der Traditionsgau: „Das wissen wir und das macht uns ja so gefährlich!“ Ja, sie stehen zu ihrem Wahnsinn und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich unterwegs fünf von ihnen in eine wirklich kleine Telefonzelle quetschen, um dort spontan eine Klaustrophobie-Sitzung abzuhalten. Wenig später legt die Gauleiterin den zu diesem Zweck mitgebrachten Boskop-Apfel auf den Boden, woraufhin ihn die Gruppe zur Formation „Huldigung“ umringt, auf die Knie fällt und die Gesichter in den Dreck drückt. Da lockt Leute an, um nicht zu sagen „politisch Desorientierte“. Zitat: „He, was macht ihr denn da, ne Sitzblockade vor ner Telefonzelle?“ – Kunstbanausen!

Zuletzt gabs noch eine „Blätterung“. So eine Art Exekution light. Gaumaler Picassi hatte sich des Hochverrats schuldig gemacht und es dann auch noch gewagt, seiner eigenen Hinrichtung fern zu bleiben, was ein Disziplinarverfahren nach sich zog. Nun sollte er gesteinigt werden. Doch da er noch gebraucht wird, wurde von der Steinigung mit Äpfeln ausnahmsweise mal abgesehen und er stattdessen mit Apfelbaum-Blättern beworfen. Den Zweig musste er natürlich selbst mitbringen.

Tja, so läuft also eine „ganz normale“ Sitzung der Boskopisten ab.

Zum Schluss noch ein Spruch von einem unserer Granatäpfeln:

Humor ist kein Meister aus Deutschland

Lacht kaputt, was euch kaputt macht!

4./5. Mai 2007 – Aktion „Entapfelte Kunst“

Mai 8, 2007 von apfelfront

 

Pressemitteilung 5. Mai 2007

 

Wir, der „Boskopistische Traditionsgau Süd-Ost-Bayern“, Ableger der „Front Deutscher Äpfel“ (F.D.Ä.)– der einzig wahren nationalen Kraft in diesem Land – betrachten es als unsere heilige Pflicht, die fehlgeleitete Propaganda von Splittergruppen wie die NPD richtig zu stellen. Deutschland muss von Grund auf entkernt werden!

Nach der Aktion „Braune Nuss“ – unser Sprachrohr für Volk, Fans und Fallobst, der Blickpunkt/Wochenblatt hatte bereits darüber berichtet – führte die FDÄ in der Nacht von Freitag auf Samstag eine Doppelaktion durch:

Aktion „Entapfelte Kunst“:

Nicht wenigen dürfte das gar stillose Propaganda-Verhalten in Form eines hölzernen Aufstellers an der B12 übel aufgestoßen haben. Auf zahlreiche Aufforderungen von uns erklärte sich die NPD nunendlich letzte Woche stillschweigend bereit, es für uns zu weißeln. Das Startsignal für Aktion „Entapfelte Kunst“.

Man beachte die filigrane Linienführung des leicht abstrakt gehaltenen Apfelbildes. Kenner werden auch den darin zum Ausdruck gebrachten ganzheitlichen Expressionismus zu schätzen wissen.

Wir laden daher ausdrücklich zur Freiluftvorstellung „Vernissage am Stadel“ ein. Der Eintritt ist selbstverständlich kostenlos. Machen Sie reichlich Fotos und verbreiten Sie die frohe Kunde vom Apfel der Erkenntnis.

Aktion „Hausbesuch“:

Nachdem sich die NPD weiterhin standhaft weigert, ihre Termine mit uns abzugleichen, haben wir uns zu einem ebenfalls unangekündigten Hausbesuch beim Fallobstvorsitzenden Fridgenius entschlossen, wo wir uns auch sogleich unserer verdienstvollen Propagandamaterialien entledigten und die übrigen Hausbewohner schriftlich auf ihren Nachbarn aufmerksam machten: Deutsche, wohnt nicht neben blöden Nazis!

Macht braunes Fallobst zu Mus!
Dafür lasst uns beten!
Heil Boskop!

Die Gauleitung des Boskopistischen Traditionsgau Süd-Ost-Bayern

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Bei Fridgen (1. Vorsitzender des NPD-Kreisverbands AÖ-MÜ) im Hausflur:

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1. Mai 2007 – Maischlacht in Erfurt

Mai 2, 2007 von apfelfront

Wie viele bereits wissen, hatten wir an diesem historischen Tag, dem 1. Mai, einen wichtigen Termin mit unserem allseits geliebten Führer: Unsere schon lang verdiente Salbung und Segnung sollte nun endlich erfolgen.

Jetzt sind wir legitim und somit bereit, die totale Weltherrschaft von Bayern aus an uns zu reißen und die boskopistische Ideologie ganzheitlich zu verbreiten.

Aber nicht nur wir, sondern auch zahlreiche weitere so glorreiche Gaue waren aus allen Teilen Deutschlands angereist, um dem Führer ihr Aufwartung zu machen. Mit unseren zahlreichen Fahnen, Plakaten, Standarten und Wimpel gaben wir ein gar göttliches Bild für alle Anwesenden ab, mal ganz abgesehen davon, dass wir natürlich wiedermal der bestangezogenste schwarze Block waren, sind und bleiben.

Nach 5-stündiger Anreise mit unserem boskopistischen Autokorso erreichten wir gegen 11.00 Uhr Ortszeit unseren Treffpunkt am Thüringer Landtag, wo wir auch kurz darauf von unseren ortsansässigen Kameraden, den „Frontfrüchten Erfurt“ truppenstark und mit Sonnenschein-Laune aufs fruchtigste Willkommen geheißen und mit Stadtplänen und Notfall-Nummern ausgestattet wurden. Alsdann fühlten wir uns stark genug für unsere erste Eroberung: 3 Mädels unseres Traditionsgaus stürmten todesmutig und selbstlos eine kleine Tankstelle mit den Worten: „Grüße Sie, die Apfelfront bittet darum, Ihr Klo benutzen zu dürfen“. Nach verdutzen Blicken und noch verdutzteren Fragen war der Klo-Schlüssel unser und Rangordnungs- bzw. Dringlichkeitsdiskussionen folgten. Unnötigen zu erwähnen, dass die immer länger werdende Schlange sowie unser freundliches Zuwinken auch sogleich Team Green und Team Blue anlockten, welche sich aber leider nicht in der Lage sahen, sich in unserem eigens für Sie mitgebrachten Polizie-Album zu verewigen. Unser Schmusekurs mit den Einsatzkräften mag in Süd-Ost-Bayern bereits legendär sein, hatte sich aber offenbar trotz Ankündigungsschreiben noch nicht bis Erfurt rumgesprochen. Unser Erachtens nach eine fahrlässige Schlamperei auf Seiten von Team Green.

Wie dem auch sei. Etwa eine halbe Stunde später vernahmen wir den lang ersehnten Ruf von Hermann von Gloster alias Tille, der uns abholte und zum Führer geleitete. Geblendet von dessen Anblick fielen wir alle unvermittelt auf die Knie und huldigten ihm hingebungsvoll auf dem Pflaster dieses romantischen Parkplatzes. (Vom Polizeihubschrauber aus war das sicher ein hübscher Anblick^^). Nachdem uns erlaubt wurde, wieder unser Haupt zu erheben und aufzustehen, überreichten wir ein Flasche gar köstlichen Apfelschnaps und die Frontfrüchte Erfurt brachten ein liebliches Ständchen dar. Der Führer war sichtlich gerührt.

Nach Beendigung der Formalitäten begann der entbehrungsreiche Blut-Schweiß-und-Kaffeeentzug-Marsch der Apfelfront durch den Stadtpark, der – zwar bereits in akkustischer Reichweite des Fallobstes – aber jäh in den Fängen eines fiesen grünes Kessels endete. In Anbetracht des Ernstes dieser Lage gaben wir kiloweise Apfelringe aus, um die Kräfte unserer Bewegung zu erhalten und zu kräftigen, tauschten zahlreiche Flieger aus, spielten Musik (u.a. unser heiß geliebtes Bonker-Lied) und händigten Team Green sämtliche Ausweise aus. Punkte auf unsere Payback-Karten bekamen wir allerdings trotz vereinzelter Drogentest und Taschendurchsuchungen nicht. Erfurt ist diesbezüglich wirklich eine Servicewüste.

Auch sollte ein kleiner Zwischenfall, der sich am Rande ereignete nicht verschwiegen werden: Es tauchte eine Mutter mit Kind außerhalb des Kessels auf und schrie ihrem Sohn, offenbar einer der Frontfrüchte, sinngemäß zu: „Junge, du bist um 6 wieder zu Hause, du hast noch Hausaufgaben zu machen und das hier ist keine Ausrede!“ Es folgte ein einzelnes gequältes „Oh, Mann.“ sowie belustigtes Gelächter von Team Green.

Merke: Wenn ihr euch auf alles und jeden vorbereitet, dann rechnet auch den Mami-Faktor mit ein! Mütter sind unberechenbar.

Nachdem der Spaß schon fast vorbei war, traf nun Verstärkung aus Bayern ein, der Gau Franken marschierte auf. Doch kaum in Sichtweite gebot der Führer ihnen aus der Ferne Einhalt und verlangte einen eigenen Kessel für diese. Dieses Privileg wurde zwar verweigert, wir kamen dafür aber quasi ersatzweise alle in den Genuss eines Platzverweises sowie einer eindrucksvolle Polizeieskorte hinaus aus Sektor 3, weg vom Fallobst, hin zu den „gewöhnlichen“ Gegendemonstranten. Team Green muss da irgendwas falsch verstanden haben.

Selbstverständlich hielten wir einen gebührenden Abstand zu den politisch Desorientierten. Nicht zuletzt deshalb, weil diese uns teilweise zunächst für Fallobstler hielten- Hakenkreuze und Äpfel sehn sich ja auch wirklich zum Verwechseln ähnlich. Nachdem wir ein paar unserer Lieblingsparolen propagierten, hatten sie uns aber lieb. Wie hätten sie auch anders können? Klar gabs ein paar verwirrte und mehr oder minder angetrunkene Seelen, aber denen riet unser allseits geliebter Führer in seiner unverblümten Weisheit: „Kauf dir nen Anzug!“ – Darauf wussten sie dann auch nichts mehr zu sagen.

Wo gewaltige Kräfte aufeinandertreffen, da gibt’s auch Reibung. So schlug der Führer kurz nach Mittag einen todesmutigen Plan zur Eroberung der Nazi-Marschroute vor, welcher vom Freistaat Bayern (Gau Süd-Ost-Bayern, Gau Franken) in der Form so nicht akzeptiert werden konnte. Hier ein Gedächtnisprotokoll:

Gaueigener Reichsmarschall Renate: „Wir werden jetzt gauintern darüber abstimmen, wie weit wir damit gehen und dann reden wir nochmal drüber.“
Führer (haareraufend): „Wie? Demokratie? Was ist das hier? Sowas gibt’s nicht.“
RM Renate: „Aber sicher. Schon mal was vom Röhm-Putsch gehört?“

Zugegeben etwas fies, aber unsere Anwälte waren 500 km entfernt. Es folgten lange kontroverse Diskussionen, Querelen, Nervenzusammenbrüche, innige Konsultationen des Stadtplans, Unterredungen mit Ordnungshütern, räumliche Trennungen und letztendlich ein tränenreiche Versöhnung auf einer idyllischen grünen Wiese zwischen Blümchen und Transparenten, wo der Führer eine klärende Ansprache hielt und ein Kompromiss gefunden werden konnte.

Es folgte der Aufbruch Richtung Schillerstraße, wo zahlreiche Parolen gerufen wurden. Mittlerweilen hatten auch unser bunthaarigen Kollegen raus, dass sie nur „Was gibt der deutschen Jugend Kraft?“ zu fragen brauchen, um von uns lauthals die Antwort gebrüllt zu bekommen.

Angekommen gab unser Führer in seiner unendlichen Gnade zahlreiche Interviews gegenüber der anwesenden Presse (natürlich nur mit Bodyguard, der vom Gau Franken gestellt wurde) und bot weiters an, gegen Aufschlag ein paar spektakuläre Gewaltexzesse zumindest nachstellen zu lassen. Nachdem auch wir eine hübsche Rede gehalten und die Frontfrüchte eine Gesangseinlage zum Besten gegeben hatten, wurden uns Orden mit der Aufschrift „Erfurt –Maischlacht 2007“ verliehen. Hach, welch glorreicher Augenblick. Überwältigt von dieser Ehre warf sich unser Reichsmarschall Renate vor dem Führer auf die Knie, klammerte sich fest und dankte diesem überschwänglich, lautstark und tränenreich für diese Auszeichnung. Es gibt Leute, die meinen, den Führer kurz erröten gesehen zu haben, was aber natürlich nicht sein kann.

Gegen 16.00 Uhr verübte der Boskopistische Traditionsgau Süd-Ost-Bayern sodann eine Frontverkürzung in Richtung Landtag, um die Heimreise anzutreten.

Es verbindet uns nun eine liebevolle Rivalitität mit dem Gau Franken. Grüße an dieser Stelle an die Kameraden Sturm und Drang, die mit uns die Verhandlungen bezüglich der Aufteilung des Freistaates Bayern geführt haben. Fallobst ist schließlich genug für uns alle da.

Ganz liebe Grüße auch an die FDÄ Leipzig, die uns unsere temporäre Anwandlung von Eigensinn hoffentlich verzeihen mögen. Aber ihr wisst, wir hatten triftige Gründe und ich darf versichern, dass wir einen Putsch oder gar Königsmord niemals ernsthaft in Erwägung gezogen haben – ganz ehrlich.^^

Heil Boskop!

Resümee:
Einträge ins Polizie-Album: 3
Segnungen vom Führer: 1
Anbetungswürdige Fotos: unzählige
Verliehen bekommene Orden: je 1
Verteilte Apfelringe: ca. 4 kg
Platzverweise: je 1
Payback-Punkte: 0

 

 

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Aktion „Apfelring“

April 30, 2007 von apfelfront

Dunkel wars, der Mond schien helle, als ein Wagen blitzeschnelle, langsam um die Ecke fuhr … und ein paar Äpfel sich aufmachten, das Nationale München zu entnazifizieren…. zumindest deren Aufpapperl. Nachstehend ein paar Bilder der überklebten und übersprühten Aufkleber. ^^

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1./2. April 2007 – Operation „Braune Nuss“

April 20, 2007 von apfelfront

1./2. April 2007 – Operation „Braune Nuss“

Die Bundesstraße B12 zwischen Altötting und Mühldorf ist immer eine Reise wert. Vorbei an lieblichen Waldstücken, grünen Wiesen und saftigen Feldern. Man möchte fast danieder knien und Mutter Natur danken für diese Pracht. Aber halt! Was ist denn das? Lokales Fallobst verunstaltet unsere schöne deutsche Landschaft.

Das Objekt des Ungemachs: eine häßliche (braune!) Holzwand mit noch häßlicheren NPD-Werbesprüchen. Pfui!

Dieser Schandfleck sorgte im Boskopistischen Traditionsgau für lautstarke Empörung. Die „braune Nuss“ bedurfte dringend einer Verschönerung. Da wir natürlich wissen, dass Kreativität und künstlerisches Talent nicht die größte Stärke des Fallobstes ist, hat sich die Apfelfront bereit erklärt, der braunen Fraktion auch diesmal hilfreich unter die Arme zu greifen: Wir überhängten die häßliche Holzwand mit einem überaus gelungenem formschönen Apfelfront-Plakat.

Leider hatte der Besitzer, ebenfalls lokales Fallobst, offenbar keinen Sinn für die wahre Kunst: Er hängte das Plakat zu unserem Bedauern am nächsten Tag wieder ab.

Aber wir geben nicht auf. Der Boskopistische Traditionsgau gibt dem lokalen Fallobst auch weiterhin gerne Nachhilfe im künsterlischen Gestalten!

Heil Boskop!

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30. März 2007 – Aktion „Frühlingsoffensive“

April 20, 2007 von apfelfront

30. März 2007 – Aktion „Frühlingsoffensive!

Die erste Offizielle Teilnahme an einer antifaschistischen Aktion fand am 31.3.2007 bei einer Veranstaltung der NPD in Dorfen, Bayern statt. Hier hatten sich circa 30 bis 50 Rechte versammelt und unter dem Motto “Meinungs- und Kunstfreiheit erkämpfen und erhalten. Deutsche Kultur und deutsche Musik für unsere Jugend” Dagegen standen ca. 700 bis 1000 Gegendemonstranten und ein Großaufgebot der Polizei mit mindestens 300 Beamten. Es folgt nun der offizielle Demonstrationsbericht “Dorfen” der Front Deutscher Äpfel – Gau Süd-Ost-Bayern

 


Wir, der Boskopistische Traditionsgau Süd-Ost-Bayern, waren erfolgreich!!!!

Nachdem wir bereits im Vorfeld uns schriftlich bei der Polizei vorgestellt hatten und auch telefonisch abgeklären konnten, was dürfen wir bringen, was nicht, traf sich der Gau am Dorfener Bahnhof ca. 1 Stunde vor Nazi. Aus mehreren Städten Bayerns waren wir gekommen um Norman Bordin zu ärgern.

Selbstverständlich suchten wir sofort den zuständigen Hundertschaftsführer auf und stellten uns vor – das gehört sich nunmal so. Auf unserem Weg zu den jeweiligen Veranstaltungsorten zogen wir das auch konsequent weiter so durch. Dabei stießen wir auf ungemein und unerwartet positive Resonanz bei ausnahmslos allen Angehörigen des Team Green und Team Blue, sowie des Erdinger Staatsschutzes. Heil Boskop! alljenen unter ihnen, die uns gar selbstlos mit allerlei Infos über Nazi-Marschroute, Infostände, Wegbeschreibungen, wo die besten Plätze sind, etc. versorgten und den Aufmarsch der Boskopisten auch bei ihren Kollegen ankündigten. Innerhalb kürzester Zeit waren wir überall bekannt, das Zwechfell wurde arg strapaziert.

Ebenso überwältigt waren wir von der Welle der Solidarität. So wurden wir, keine 10 Min. am ersten Infostand, mit reichlich Buttons versorgt und hatten ne halbe Stunde später ein Megaphon samt 7 Päckchen Batterien in die Hand der Gauleiterin gedrückt bekommen. Ich hätte Apfelmus heulen können vor Rührung, hatte ich doch die ganze Woche Elektroläden abgelatscht und mit Feuerwehren aus zwei Landkreisen erfolglos deswegen verhandelt. Unser fruchtiger Dank hierfür gilt Megaphon-Andy sowie der örtlichen Antifa, die ersterem wohl von unserer misslichen Lage erzählt hatte.

Auf sämtlichen Verstaltungen dort zeigten wir Präsenz und nahmen auch den Anlass für Norman Bordins Besuch in genauem Augenschein: das ach so böse Jugendzentrum, angebliche Brutstätte allen Übels. Wir konnten jedoch, mal abgesehen von dem wirklich furchterregenden Mangel an Türen auf den Toiletten, nichts beanstanden. Im Gegenteil, wir schlossen viele neue Bekanntschaften mit Gleichgesinnten, denen der Obstbestand ähnlich nahe geht, wie uns. Die Unterstützung war schier grenzenlos.

In fiebriger Ewartung des Happenings, fühlten sich – zu unserem Entsetzen und Fassungslosigkeit – ein paar Mädels unserer Gruppe zu einer Art Cheerlead mit Tanz und Gesang gezwungen… um es kurz zu machen: Wir sind knapp einem Drogentest entgangen (ungeflunkert).

Mit erheblicher Verspätung, also wie immer, kam dann endlich Norman Bordin mit seinem Wanderzirkus. Wie uns ein netter Greenler unaufgefordert mitteilte, beruhte diese gar unhöfliche Verzögerung auf einer technischen Panne am Megaphon-Auto der Nazis.
Dann, endlich war es so weit: Sie kamen!!!

Langsam zogen sie an uns vorbei und unserer Progandabeauftragter brüllte ihnen unsere Forderungen und Meinungen entgegen. Natürlich auch mehrfach die Apfelsaft-Parole, sehr zum Mißfallen Normans, der sich doch glatt zu ein paar selten komischen Kommentaren diesbezüglich hinreißen ließ. Doch dann geschah das Unerwartete: es kamen keine Nazis mehr nach. Unsere Verblüffung stand uns ins Gesicht geschrieben: Megaphon-O-Ton des Propagandabeauftragten: “Wie? Das wars schon? Seid ihr etwa nicht mehr? Was soll denn das?”

Ca. 50 m die Straße runter hielt dann unser Norman Bordin seine fauligen Reden. Lustigerweise sprach er hierbei teilweise von sich in der dritten Person. Wir gaben diesen Theater einem Namen: das Bordinline-Syndrom. Nachdem er uns darüber aufgeklärt hat, dass Daniel Cohn-Bendit nun ein Pädophiler ist, das Dorfen ein eigenes Landrats hat und die gesamte Redaktion von Panorama (Link siehe oben) sowieso blöd ist, wurde Rechtsrock gespielt.

Norman brüllte irgendwann mal was davon, dass die Musik jetzt mal ausgemacht werden solle. Tja, Pech für ihn, das war unser Stichwort: Musik ab für das Bonkerlied + Megaphon, was unserem Lieblings-Fallobst natürlich wieder zum Senfablassen animiert hat.

Dank unserer saumässig guten Plätze (aber das nächste Mal erwarten wir schon Reservierungen *in Richtung des Staatschutzes blinzeln tut*), begleiteten wir den Wanderzirkus noch ne zeitlang mit Parolen und Musik. Die vergessen uns nicht mehr so schnell, nur schon wegen der reichlichen Film- und Fotoaufnahme, die sie von uns anfertigten. Die waren wohl neidisch auf uns oder wollen hinterher nach was strafrechtlich Relevantem suchen. Schade nur, dass Team Green derart schwer von uns begeistert war, dass zum Schluss einer von ihnen hart mit uns um eine Armbinde feilschen wollte. Da wir aber keine Äpfel verteilen durften (im übrigen fast die einzigste Auflage, die uns gemacht wurde), bekam er auch keine Armbinde, jedoch ersatzweise, quasi zum Trost, noch ein paar Flieger und ne Presseanweisung.

Besonderen Dank an den netten Herrn vom Erdinger Staatsschutz, der es sich nicht nehmen ließ, sich persönlich von uns zu verabschieden und uns ferner erlaubte, dass wir uns ab sofort mit dem Prädikat “Approved by Staatsschutz Erding” schmücken dürfen. Flieger mit dem entsprechenden Aufdruck sind bereits in Arbeit.

Zusammenfassung:
Fallobst: ca. 30 (offiziell 50, sah aber nach wesentlich weniger aus)
Gegendemonstranten: ca. 1000
Ordnungshüter: lt. Polizei mindestens 300
Lacher: ne Menge
Gewaltsame Ausschreitung: 0
Gestörter Fallobstaufmarsch: 1
Pannen auf unserer Seite: 0

Somit war die erste große Aktion ein voller Erfolg. Wir danken hierbei auch all den anderen Demonstrationsbeteiligten, der Polizei und der Presse für so rege Publikation unserer Bilder.

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10. März 2007 – Aktion „Debütantinnenball“

April 20, 2007 von apfelfront

10. März 2007 – Aktion „Debütantinnenball“ in Töging
Hier hatte der Kreisverband der NPD Altötting-Mühldorf einen Infostand angemeldet, doch erschienen ist das Fallobst dann doch nicht.

Zu allererst: Wir waren erfolgreich! Sogar derart erfolgreich, dass unser – bis dahin nicht vorhandener – Ruf uns vorausgeeilt war, so dass es das Fallobst vorzog erst gar nicht aufzutauchen. Dafür aber zahlreiche Gegendemonstranten.

Da es unsere erste Aktion war, unsere Vorstellung, ja unser Debüt, waren wir natürlich nicht von kleineren Pannen verschont geblieben – naja, ist ja eine Live-Show, da kann sowas schon mal passieren: Auf dem Weg zum Versammlungsort wurden wir uns eines fatalen Fehlers bewusst: Wir waren auf alles und jeden vorbereitet und gerüstet, perfekt durchorganisiert bis ins Detail, aber eins hatten wir vergessen: Äpfel!!!
Die daraufhin aufkommende arg scheußliche Panikattacke trieb uns direkt in den nächsten Supermarkt, wo unser designierter Gauleiter hastig zu den ersten schönen rotbackigen Äpfeln griff, die sich seinem Blick entboten. Dass es sich hierbei um welche, aus südlichen Gefilden importierte handelte, wurde ihm durch unseren heiseren Schrei des Entsetzens bewusst und er bedauerte auf der Stelle zutiefst seinen Irrtum.

Alsbald setzten wir unseren harten und entbehrungsreichen Marsch zum Rathaus fort. In Sichtweite der Gegendemonstranten sahen wir uns den entsetzten Blicken der Leute ausgesetzt: Ich schwör euch, wir hatten die volle und absolute Aufmerksamkeit. Entweder wollten die uns fressen oder konnten die Dreistigkeit schlichtweg nicht fassen – vermutlich beides^^. Bis aus der Menge eine Stimme zu vernehmen war: „Aber da ist ja ein Apfel drauf.“

Ab da schmolzen die feindseligen Blicke dahin und die Flieger gingen weg wie warme Semmeln. Unser designierte Gauleiter Obststandarte Malus alias Carlos Aventura versorgte die lokale Presse standesgemäß mit unentbehrlichen Informationen und im Anschluss daran posten wir gar lieblich aufreizend für deren Lichtbildaufnahmen. Die von uns großzügigst verteilten (selbstverständlich aus deutschem Obstbestand stammenden) Äpfel konnten die Durchhaltekraft der Gegendemonstranten ungemein stärken – nichts anderes hatten wir erwartet -, so dass nach erfolgter Sättigung auch einige ganz wunderbare Gespräche zu Stande kamen, für die wir uns an dieser Stelle nochmals ganz fruchtigst bedanken möchten! *artig nen knicks machen tut*

Natürlich ließ sich nach kurzer Zeit auch Team Green (in Zivil), angelockt von unseren todschicken Outfits, nicht lange bitten und wir nutzen die Gelegenheit uns neue Freunde zu schaffen. Nein wirklich, die haben uns ganz knuffig lieb gewonnen. Lachen

Gern hätten wir uns auch dem Fallobst persönlich vorgestellt, das gehört sich halt so, jedoch glänzten diese ja wie gesagt auf ihrer eigenen Veranstaltung mit Abwesenheit. Es entbietet die Höflichkeit, dass wir dies kurz und knapp auf schriftlichem Wege nachholen werden – wir sind ja nicht so.

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